
Täglich werden in Deutschland rund 15.000 Blutspenden benötigt. Die sechs DRK-Blutspendedienste in Deutschland sorgen für eine sichere und gesicherte Versorgung mit Blut sowie Blutpräparaten rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr.
Blutspendern ist das Verfahren bereits bekannt. Wer jedoch zum ersten Mal spendet oder darüber nachdenkt, zu spenden, hat wahrscheinlich viele Fragen, in die sich Bedenken mischen. Was passiert bei einer Blutspende eigentlich genau? Wie lange dauert sie? Was muss ich beachten? Um Ihnen Ihre Entscheidung etwas zu erleichtern und Sorgen zu nehmen, stellen wir die wichtigsten Stationen einer Blutspende kurz vor und hoffen, auch Sie bald bei einem unserer Blutspendetermine begrüßen zu dürfen.
An der Anmeldung werden zuerst Ihre persönlichen Daten überprüft. Bei Erstspendern werden diese Daten von uns erfasst, denn wir müssen jede Spende genaueestens dokumentieren. Hierfür benötigen Sie nicht nur Ihren Blutspender- und Unfallhilfepass, sondern auch unbedingt einen gültigen Lichtbildausweis (z.B. Personalausweis).
Danach werden die Körpertemperatur (im Ohr) und der Blutfarbstoffgehalt (Hämoglobinwert) festgestellt. Ein winziges Tröpfchen aus der Fingerkuppe oder dem Ohrläppchen reicht dafür aus. Blutdruck und Puls werden gemessen und alle Werte werden dokumentiert. Diese Daten geben dem Arzt zusammen mit dem ausgefüllten Anamnese-Fragebogen wertvolle Hinweise für seine Entscheidung über die Zulassung zur Blutspende.
Vor jeder Blutspende füllen Sie einen ausführlichen Fragebogen bezüglich Ihrer gesundheitlichen Vorgeschichte aus. Auf die Diskretion unserer Mitarbeiter können Sie sich dabei ohne Einschränkung verlassen. Wir erheben ausschließlich Daten, die wir zur Spenderzulassung benötigen.
Ein approbierter Arzt bespricht mit Ihnen den ausgefüllten Fragebogen, die erhobenen Gesundheitsdaten und entscheidet dann, ob Sie zur Blutspende zugelassen werden können oder ob Sie zeitlich befristet oder sogar dauerhaft von einer Blutspende ausgeschlossen werden müssen. Die Gründe hierfür werden Ihnen selbstverständlich erläutert.
Nun folgt die eigentliche Blutspende. Dazu legen Sie sich aufs Entnahmebett. Nach einem kleinen Pieks durch eine unserer erfahrenen Krankenschwestern werden Ihnen ca. 500 ml Blut entnommen. Zusätzlich befüllen wir drei bzw. vier Laborröhrchen für die Untersuchung Ihrer Blutspende in unserem Labor. Das dauert ungefähr 10 Minuten. Der Einstich wird mit einem Pflaster oder einem kleinen Verband geschlossen.
Nach der Blutentnahme sollten Sie etwa 10 Minuten ruhen, damit sich Ihr Kreislauf an die veränderten Bedingungen nach der Blutentnahme gewöhnen kann. Anschließend treffen Sie sich mit den anderen Spendern bei einem Imbiss. Sollten Sie sich nicht wohl fühlen, so ist medizinisch geschultes Personal sofort verfügbar. Sie haben jetzt etwa eine Stunde Ihrer Zeit geopfert, aber geholfen, Leben zu retten.